Norgine Gastro Award verliehen

Zwei gastroenterologische Arbeiten zur Leber

Zwei gastroenterologische Arbeiten zur Leber
Prof. Dr. Peter Layer (Jury), Preisträger Dr. Dina
Attia und Dr. Florian van Bömmel, Christine
Leben (Norgine) (v.l.)
NORGINE

Der diesjährige Norgine Gastro Award (NorGA) geht an Dr. Dina Attia,  tätig als Assistenzärztin im Funktionsbereich Sonographie  an der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie in Hannover, und an Dr. Florian van Bömmel, tätig als Oberarzt der Abteilung Gastroenterologie an der Klinik in Leipzig.

Der in diesem Jahr zum sechsten Mal verliehene Preis wurde den Gewinnern im Vorfeld des Gastro Updates in Wiesbaden überreicht. Mit einer Studie zum „Einfluss einer obstruktiven Cholestase/Chlonangitis auf die ARFI-Elastographie der Leber“ sowie einer Studie zur „Quantifizierung der HBV-RNA als Prädiktor der HBe-Antigen (HBeAg)-Serokonversion bei Polymerase-Inhibitortherapie“ haben sich die beiden Ausgezeichneten gegen ihre Konkurrenten durchgesetzt.

Obstruktive Cholestase erhöht Leberfestigkeit

Mit ihren wegweisenden Forschungsarbeiten haben sich die beiden Preisträger um den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten NorGA verdient gemacht. In der Studie von Attia erhielten Patienten mit obstruktiver Cholestase +- Cholangitis eine endoskopisch retrograde Cholangiographie (ERC). Es wurden zwei ARFI-Messungen unmittelbar vor der ERC sowie als Follow Up im Anschluss an die ERC durchgeführt.

Schlussfolgerung war, dass eine obstruktive Cholestase die Leberfestigkeit erhöht. Sie fällt nach Entlastung der Gallenwege kurzfristig ab. Eine zusätzliche Cholangitis verzögert den Abfall der Leberfestigkeit trotz einer erfolgreichen ERC.

HBeAg-Serokonversion untersucht

Dr. Florian van Bömmel hat die HBeAg-Serokonversion untersucht. Die HBeAg-Serokonversion stellt einen Endpunkt der antiviralen Therapie der chronischen Hepatitis B mit Nukleos(t)id-Analoga dar, der mit einer verbesserten Langzeitprognose assoziiert ist und eine Beendigung der Behandlung erlaubt. Die Vorhersage der HBeAg-Serokonversion ist jedoch bisher nicht etabliert. In dieser Arbeit konnte bislang erstmalig gezeigt werden, dass Serumspiegel von HBV-RNA vor und während der Frühphase einer antiviralen Behandlung eine Prädiktion der HBeAg-Serokonversion erlauben. Die Einführung dieses Markers könnte eine individuelle Therapieplanung ermöglichen.

Karsten Sternberg, Geschäftsführer der Norgine GmbH, lobt die Preisträger für ihr besonderes Engagement: „Ohne die gastroenterologische Forschung blieben viele  Therapie- und Diagnostikoptionen in diesem Bereich unentdeckt. Ich freue mich sehr, dass sich junge Forscher immer wieder und trotz vielleicht mancher Rückschläge im Rahmen ihrer Forschungsarbeit nicht entmutigen lassen. Uns von der Norgine ist es wichtig, dieses besondere Engagement auszuzeichnen und mit unserem NorGA zu fördern.“

Neben dem Preisgeld erhalten beide Gewinner die Möglichkeit, ihre ausgezeichnete Arbeit beim Gastro Update 2015 vorzustellen.

Mit freundlicher Unterstützung von NORGINE