Motto "Nieren- und Frauengesundheit"

Weltnierentag am 8. März rückt die Präeklampsie in den Fokus

Weltnierentag am 8. März rückt die Präeklampsie in den Fokus
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Der Weltnierentag stellt in diesem Jahr das Thema Frauengesundheit in den Mittelpunkt. Hintergrund: Am 8. März ist gleichzeitig auch Internationaler Frauentag. Der Aktionstag will auf Nierenerkrankungen aufmerksam machen, die speziell Frauen betreffen – wie zum Beispiel die Präeklampsie.

Präeklampsie ist eine gravierende Komplikation in der Schwangerschaft, die auch die Nierengesundheit in Mitleidenschaft ziehen kann. Die betroffenen Frauen haben ein dreimal so hohes Risiko, im Laufe ihres Lebens auf eine Dialyse angewiesen zu werden. In der Informationsoffensive zum Weltnierentag arbeiten Nephrologen daher eng mit Gynäkologen zusammen.

„Auch wenn nur etwa zwei bis drei von 100 Frauen in der Schwangerschaft eine Präeklampsie entwickeln, ist die Nierenvorsorge bei diesen Risikopatientinnen wichtig. Wir erleben immer wieder, dass Frauen, die diese Schwangerschaftskomplikation durchlebt haben, wenige Jahre nach der Entbindung Dialysepatientinnen werden – und das hätte man in vielen Fällen verhindern können“, erklärt Prof. Dr. med. Mark Dominik Alscher, Stuttgart, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN).

Die Präeklampsie wird im Volksmund auch als „Schwangerschaftsvergiftung“ bezeichnet. Symptome sind unter anderem Bluthochdruck und Eiweiß im Urin. Um vor allem schwangere Frauen über die Risiken aufzuklären, hat die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) genmeinsam mit verschiedenen Partnern aus den Bereichen Nieren- und Frauenheilkunde einen Informationsflyer herausgegeben. Der Flyer „Beste Aussichten für Ihr Baby und Ihre Nieren“ informiert über das Krankheitsbild, die Therapie und die Nachsorge. Er wird ab Mitte März in gynäkologischen und nephrologischen Praxen und Kliniken ausliegen.

Mehr Informationen auf www.dgfn.eu.