Rascher Zugriff über Apps

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DGIM ist Vorreiter bei digitaler Fortbildung – E-Learning-Angebote. Ärzte bilden sich nicht nur auf Kongressen oder durch die Lektüre von Fachzeitschriften fort, sie nutzen verstärkt das Internet. Und genau hier bietet die Deutsche Gesellschaft für Innere ¬Medizin Spannendes und Lehrreiches.

Hier können sie unabhängig von Zeit und Ort arbeiten, und auch die Möglichkeit zum schnellen, interaktiven Auffrischen finden viele attraktiv. Die DGIM hat deshalb im vergangenen Jahr begonnen, intensiv eigene E-Learning-Angebote zu entwickeln. Eine Online-Umfrage der DGIM unter ihren Mitgliedern hat die Fachgesellschaft hierin bestärkt: Danach empfinden viele Internisten den bisherigen Fortbildungsmarkt im Internet als unübersichtlich.

DGIM-Online-Angebote zögen sie anderen Anbietern aufgrund der gewohnten unabhängigen Qualität vor. Die DGIM nutzt somit die verschiedenen Kanäle des Internets, um Internistinnen und Internisten fortzubilden, zu vernetzen und zu informieren.

Didaktisch sinnvoll fortbilden

Seit April 2012 ist sie online: Die DGIM-e.Akademie, das Kernstück der digitalen Fortbildung der DGIM. Darin sind zwei kostenlose Formate zur Online-Fortbildung verfügbar: e.Tutorial und e.Tutorial Plus. Ein eigens gegründeter wissenschaft¬licher Beirat in der DGIM wählt die Themen aus, testet die Plattform und prüft die Inhalte. Seine Mitglieder kommen aus allen Schwerpunkten der Inneren Medizin. Damit ist sichergestellt, dass genau die Themen angeboten werden, die über alle Fächer hinweg für Internisten relevant sind.

Die e.Akademie bietet Nutzern ein breites Portfolio an didaktischen Elementen zu einem Fortbildungsthema. Gegliedert in Unterthemen, vermitteln Animationen, Schemata, interaktive Elemente, eingestreute Fragen und Experteninterviews Wissen für die tägliche Praxis. Der erste Beitrag in e.Tutorial Plus widmet sich beispielsweise dem internistischen Querschnittsfeld „Infektionen“. Hier werden die wichtigen Themen Enteritis infectiosa, ambulant erworbene Pneumonien und Antibiotikaresistenzen konzeptionell und lerndidaktisch modern erklärt.

Komplexe Zusammenhänge sind Schritt für Schritt visuell anschaulich dargestellt. Neuartige, vertonte 2D- und 3D-Animationen, Audio- und Videoeinspielungen von Experteninterviews mit Prof. Dr. A. Stallmach (Jena) und Prof. Dr. M. Pletz (Jena) unterstützen dies. Der nächste multimediale, interaktive Fortbildungskurs wird das Thema „Diagnostik und Therapie der Anämien“ behandeln.

Die DGIM-Leitlinien-App „Mobile Leitlinien Innere Medizin“ wird inzwischen von mehr als 18 000 Medizinern genutzt. Neben dem Umstand, dass die Apps für die Betriebssysteme iOS und Android sowie in ¬einer für das iPad optimierten Version zur Verfügung stehen, beruht der Erfolg vor allem auf dem einzigartigen Konzept der Leitlinien-App: Neben dem „Volltext“ besteht über die Menüpunkte „Diagnose“ und „Therapie“ die Möglichkeit, schnell auf interaktive, leitlinienbasierte Algorithmen zuzugreifen.

So ist es möglich, sich in wenigen Schritten von der Anamnese zur evidenzbasierten Therapieempfehlung zu „klicken“. Ein „Glossar“ mit den wichtigsten Abkürzungen und Begriffserklärungen rundet die App ab. Dieses neue Konzept, das die DGIM mit der Leitlinien-App verfolgt, wurde zunächst in der S2-Leitlinie „Diagnostik und Therapie der Venenthrombose“ in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Angiologie umgesetzt.

Zweite App bereits erhältlich

Es überzeugte so, dass nach dem Erscheinen dieser App der Wunsch nach Erweiterungen vielfach geäußert wurde. Aktuell steht im App ¬Store nun die „Diagnostik und Therapie der Lungenembolie“ zum Download bereit. Sie kann unkompliziert für 2,69 Euro der kostenlos zur Verfügung gestellten Rahmen-App, die die „Diagnose und Therapie der Venenthrombose“ bereits enthält, hinzugefügt werden. Auch diese Erweiterung entstand in Koopera-tion mit der Deutschen Gesellschaft für Angiologie, die zudem die zugrundeliegende S2-Leitlinie federführend erstellt hat. Neben der aktuellen Erweiterung sind für 2013 zwei weitere neue „Mobile Leitlinien“ in der Vorbereitung. Auch diese lassen sich bequem in die DGIM-Leitlinien-App „Mobile Leitlinien Innere Medizin“ integrieren und erscheinen voraussichtlich zum Kongress der DGIM bezhiehungsweise im Herbst 2013. (Prof. Dr. Ulrich R. Fölsch, Generalsekretär der DGIM)