Pflege zu Hause und am Lebensende

Pflege zu Hause und am Lebensende
Patiententag 2013 (c) DGIM

Der Patiententag findet am 26. April 2014 von 10.00 bis 17.00 Uhr im Wiesbadener Rathaus statt. Mediziner und Vertreter von Selbsthilfeorganisationen informieren dort u.a. über das Reizdarmsyndrom, Erkrankungen der Atemwege und Pflege am Lebensende.

Ein Themenschwerpunkt widmet sich dem älteren Menschen aus geriatrischer Sicht: Wie funktioniert die Pflege eines Angehörigen zu Hause? Was kommt im Umgang mit einem Alzheimer-Patienten auf mich zu? Welche Rolle spielt die Palliativmedizin am Lebensende?

Zielgruppe des kostenfreien Informationstages sind Betroffene, ihre Angehörigen und alle an Gesundheitsthemen Interessierte. „Um Fragestellungen im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel aus medizinischer Sicht zu begegnen und die Bevölkerung bestmöglich darüber zu informieren, haben wir den Themenkomplex ,Der ältere Mensch aus geriatrischer Sicht‘ als ein Kernthema des diesjährigen Patiententages gewählt“, so Dr. med. Norbert Schütz. Er verantwortet vonseiten der DGIM erstmals das Programm des Informationstages, das in enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Wiesbaden entstanden ist. Zu den konkreten Fragen und Bedürfnissen betagter Patienten zählen aber auch psychosoziale Aspekte: Isolation und Abhängigkeit etwa sind Themen, die in Vorträgen unter dem Titel „Angst im Alter – Selbstbestimmtes Leben im Fokus“ zur Sprache kommen.

Diagnose- und Therapiemöglichkeiten des Reizdarmsyndroms

Das vielfältige Spektrum des Patiententages richtet sich an ein breites Publikum. Eine zweistündige Veranstaltung widmet sich den Ursachen und neuen Diagnose- und Therapiemöglichkeiten des Reizdarmsyndroms. Hier erfahren die Teilnehmer auch, welche Rolle dabei die Ernährung spielt und welche psychotherapeutischen Methoden helfen. Ebenso werden aktuelle Erkenntnisse zur Ernährung vorgestellt, Folgeerkrankungen von Übergewicht und Adipositas erörtert: Verursacht ein zu hohes Körpergewicht auch Hämorrhoiden und wann sind diese krankhaft und damit behandlungsbedürftig?

Empfehlungen geben Experten außerdem zu Bluthochdruck, Erkrankungen der Atemwege und zu Krebserkrankungen. Über chronische Lebererkrankungen können sich Besucher in Vorträgen informieren. Zusätzlich steht dank der Unterstützung durch die Deutsche Leberstiftung ein begehbares Lebermodell vor dem Rathaus. Praxisnah ist der Workshop „Wiesbaden lernt 1. Hilfe“ ausgelegt. Hier können die Besucher Kenntnisse in Wiederbelebung erlernen.

Thema Herzerkrankungen

Dass neben der medikamentösen Behandlung auch die Eigeninitiative des Patienten unerlässlich ist, zeigt das Beispiel Herzerkrankungen: Die Experten stellen hierzu konkrete Handlungsempfehlungen für den Lebensstil vor – etwa zu Ernährung und Bewegung. Eine weitere Möglichkeit des Selbstmanagements bieten Selbsthilfegruppen. Um eine erste Kontaktaufnahme zu erleichtern, präsentieren sich zahlreiche Organisationen im Rathaus Wiesbaden und bieten umfassendes Informationsmaterial an. Der Eintritt zu sämtlichen Veranstaltungen und Vorträgen ist kostenfrei. Das vollständige Programm steht auf der Kongress-Website online.