Impfen im Fokus

Impfen im Fokus

Breiterer Schutz vor Grippe und „Kinderkrankheiten“ bei Erwachsenen. GlaxoSmithKline veranstaltet bei der DGIM 2013 das Symposium „Impfen im Fokus“. Ein neuer, erweiterter Grippe-Impfstoff und die Behandlung von „Kinderkrankheiten“ bei Erwachsenen sind die Themen der Veranstaltung.

GlaxoSmithKline hat vom Paul-Ehrlich-Institut die Zulassung für Influsplit Tetra erhalten, dem ersten tetravalenten saisonalen Grippe-Impfstoff mit zwei Influenza A- und zwei Influenza-B-Stämmen in Deutschland. Dieser neue Impfstoff ist für Kinder ab drei Jahren und für Erwachsene zugelassen. Influsplit Tetra enthält vier statt der bisherigen drei Virusstämme und bietet somit einen breiteren Schutz vor einer Infektion mit Influenza-Viren.

Die jährlichen saisonalen Grippewellen wurden in den vergangenen Jahrzehnten meist durch vier Influenza-Subtypen ausgelöst: A/H1N1, A/H3N2, B/Victoria und B/Yamagata. Die bisher eingesetzten Impfstoffe enthielten jedoch immer nur drei dieser Virusstämme – die beiden A-Subtypen und einen B-Subtyp. Die genaue Zusammensetzung richtet sich dabei nach den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die jedes Jahr prognostiziert, welche Viren in der kommenden Saison am wahrscheinlichsten zu einer Erkrankung führen können. Bislang wurde immer nur ein B-Stamm zur Impfung empfohlen, nämlich jener, von dem die Wissenschaftler der WHO erwarteten, dass er vorherrschend sein würde. Seit dem Jahr 2000 kam es jedoch immer wieder vor, dass beide B-Stämme gleichzeitig in Umlauf waren – oder dass genau der B-Stamm vorherrschte, der nicht im Impfstoff enthalten war. Seit 2012 empfiehlt daher die WHO, bei Bedarf einen zweiten B-Stamm im saisonalen Influenza-Impfstoff zu berücksichtigen.

Impfen gemäß STIKO

Gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) sollen Impflücken bei Masern, Mumps und Röteln sowie Keuchhusten bei Erwachsenen geschlossen werden, bevorzugt unter Einsatz von Kombinationsimpfstoffen. Die Impfempfehlung gegen Masern betrifft alle nach 1970 geborenen Erwachsenen mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit. Ferner sollen generell alle Frauen im gebärfähigen Alter gegen Röteln und Pertussis zu Lasten der GKV geimpft werden. Die Impfempfehlung gegen Röteln gilt für alle ungeimpften Frauen oder Frauen mit unklarem Impfstatus im gebärfähigen Alter als zweimalige Impfung mit einem Masern-, Mumps-, Röteln-Impfstoff (beispielsweise Priorix).

Die STIKO empfiehlt seit 2009 bei allen Erwachsenen, die eine Tetanus- oder Diphtherie-Impfung benötigen, gleichzeitig die Keuchhusten-Impfung zu verabreichen. Zur Verbesserung des Individualschutzes und im Rahmen einer Kokon-Strategie zum Schutz von Neugeborenen, für die die Erkrankung besonders bedrohlich ist, ist die Impfung für alle Erwachsenen und für Frauen im gebärfähigen Alter empfohlen. Mit der Kombinationsvakzine Tetanus-Diphtherie-Pertussis (Tdap, beispielsweise Boostrix) – falls indiziert auch vierfach kombiniert mit Poliomyelitis-Komponente (Tdap-IPV, beispielsweise Boostrix-Polio) – lässt sich diese Impfempfehlung leicht im Praxisalltag umsetzen.

Das GSK-Symposium findet am Samstag, 6. April 2013 statt. Ab zwölf Uhr referiert Prof. Klaus Wahle über „Kinderkrankheiten“ bei Erwachsenen, ab 13 Uhr spricht Prof. Dr. Barbara Gärtner über die „Optimierung der Grippeschutzimpfung“.