Gastroenterologen geben Antworten

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(c) Merz

Merz-Symposium zur hepatischen Enzephalopathie am 26. April: Dass Alkohol immer die Ursache für eine Leberzirrhose ist, die der hepatischen Enzephalopathie (HE) den Weg bahnt, ist ein Irrglaube.

In etwa jeder fünften Fettleber kommt es zur nichtalkoholischen Steatohepatitis (NASH), die allmählich zur Nekrose von Hepatozyten führt. Etwa jeder dritte NASH-Patient bekommt eine Zirrhose und damit potenziell eine HE. Schon bei übergewichtigen Kindern und Jugendlichen in den Industrieländern ist die NASH ein zunehmendes Problem.

Die Aufmerksamkeit für die HE sollte sich daher erhöhen, um bei Patienten mit Leberzirrhose frühzeitig dieser schwerwiegenden Funktionsstörung des Zentralnervensystems vorzubeugen. In Deutschland leiden ca. 3,5 bis 5 Millionen Menschen an einer chronischen Lebererkrankung, von denen etwa eine Million eine Zirrhose haben. Bis zu 75 Prozent dieser Patienten entwickeln im Verlauf ihrer Erkrankung eine HE-Episode. Umgerechnet auf die Anzahl der Hausarztpraxen in Deutschland bedeutet dies, dass auf eine Praxis im Durchschnitt zehn Patienten mit einer manifesten oder latenten HE entfallen.

Schätzungen zufolge wird die Zahl der HE-Patienten in den nächsten Jahren weiter ansteigen, und zwar infolge einer zunehmenden Zahl von Menschen mit Übergewicht, metabolischem Syndrom und Diabetes mellitus, auf deren Boden sich eine NASH-induzierte Leberzirrhose entwickeln und in eine HE münden kann. Ammoniak übernimmt in der Pathogenese der HE eine Schlüsselposition. Durch eine verminderte hepatische Entgiftungsleitung akkumuliert das Neurotoxin gebunden als Glutamin in den Astrozyten, was zu deren Anschwellen und zu Störungen in der Neurotransmission führt.

Daher ist vorrangiges Therapieziel, den erhöhten Ammoniakspiegel im Blut zu senken. Mit L-Ornithin-L-Aspartat lässt sich die Hyper‧ammon‧ämie effektiv reduzieren und die kognitiven wie psychomotorischen Beeinträchtigungen lassen sich verbessern¹. Welche weiteren Handlungsempfehlungen sich für den Praxisalltag ergeben, diskutieren Gastroenterologen beim Symposium von Merz Pharmaceuticals unter dem Motto „Hepatische Enzephalopathie und Lebererkrankungen“.

Das Merz-Symposium findet am Samstag, 26. April 2014, statt. Ab 12.30 Uhr referiert Prof. Dr. Elke Roeb über „NASH – eine neue Epidemie“, ab 13 Uhr spricht Dr. Peter Buggisch über den „Stellenwert der HE in der Versorgung von Patienten mit Leberzirrhose“.

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