Fokus auf Forschung

Fokus auf Forschung

Prof. Dr. Michael Peter Manns ist neuer DGIM-Präsident 2013/14. Neues Kongressjahr, neuer Kongresspräsident: 2013/2014 übernimmt Prof. Dr. Michael Peter Manns von der MHH den DGIM-Vorsitz. Der 120. Kongress findet vom 26. bis 29. April 2014 in Wiesbaden statt.

Im nächsten Jahr steht die Fortbildungsveranstaltung unter dem Motto „Forschung wird zu Medizin“ unter der Leitung von Manns. Dabei soll es beispielsweise darum gehen, neue Medikamente objektiv mit ihren Vor- und Nachteilen vorzustellen. Hierzu gehöre auch die Diskussion quantifizierbarer patientenrelevanter Endpunkte bei Zulassungsstudien für Arzneimittel.

Überhaupt liegt Manns der Praxistransfer der medizinischen Grundlagenforschung „in einer Zeit der Leitlinien“ besonders am Herzen. Aufgabe des Kongresses sei es, dem niedergelassenen Arzt die wissenschaftlichen Fortschritte „mundgerecht“ darzulegen.

Passend zum Leitthema sollen nationale Großforschungsverbände dargestellt werden. „In den vergangenen Jahren hat die Politik insbesondere große Verbünde translationaler Forschung gefördert, bei denen die großen Volkskrankheiten der Inneren Medizin im Zentrum stehen“, erklärte Manns. Dazu gehörten beispielsweise die Kompetenznetze für Diabetes, Rheuma und chronisch entzündliche Darmkrankheiten.

Weitere große Forschungsprojekte seien die integrierten Forschungs- und Behandlungszentren mit Themen wie Prävention der Herzinsuffizienz, Adipositas oder Transplantationsmedizin. Drittens seien Gesundheitsforschungszentren wie das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung und das Deutsche Zentrum für Lungenforschung wichtige Paten der klinischen Symposien des 2014er Kongresses.

Rund 40 Prozent der Verbandsmitglieder sind Assistenzärzte, ihre Bedürfnisse sollen berücksichtigt werden, aber auch für Oberärzte und leitende Krankenhausärzte soll die mehrtägige Fortbildung spannende Programmpunkte bieten.

Daher werden Themen wie „Wie werde und bleibe ich Chefarzt?“ ebenso zum Repertoire gehören wie die Erfahrungsaustauschbörse für junge Mediziner „Chances“, die bereits in diesem Jahr viel Zuspruch gefunden hat.

Mehr Interdisziplinarität wird in der Praxis gefordert – das soll sich, wie auch schon in diesem Jahr, auf dem 2014er Kongress widerspiegeln. Ziel ist es dabei stets, für die Patienten individualisierte Therapien zu entwickeln. „Es wird immer darauf ankommen, die richtige Therapie für den richtigen Patienten anzubieten“, umriss Manns die Anforderungen der Zukunft.