MEDICA EDUCATION CONFERENCE 2015

Behandlung des akuten Schlaganfalls mittels Stent-Retriever

Behandlung des akuten Schlaganfalls mittels Stent-Retriever
© Privat

Mit der Entwicklung der Stent-Retriever wurde es erstmals möglich, schwerstbetroffenen Schlaganfall-Patienten zu helfen. Die Wirksamkeit dieser Methode wurde in mehreren Studien belegt.

In Deutschland erleiden im Jahr etwa 270.000 Patienten einen akuten Schlaganfall. „Bis zu zehn Prozent dieser Gefäßverschlüsse mit großem Gerinnsel können mit einer neuen Behandlungsmethode versorgt werden“, schilderte Professor Dr. med. Werner Weber, Direktor des Instituts für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin im Universitätsklinikum Bochum. „Von diesen zehn Prozent könnte zirka jedem zweiten betroffenen Patienten relevant geholfen werden, sodass eine schwere Behinderung ganz verhindert wird oder deutlich geringer ausfällt.“

Die Methode mit der er sich in seinem Vortrag „Interventionelle Therapie des Schlaganfalls – How do I do it?“ auseinandersetzte, sieht das Einsetzen eines Stent-Retrievers vor. Dabei handelt es sich um eine Gefäßstütze, die in dem Blutgerinnsel entfaltet und fixiert wird und die man dann idealerweise zusammen mit dem Gerinnsel aus dem Hirngefäß entfernen kann.

Die Wirksamkeit der Methode wurde im Verlauf des letzten Jahrzehnts in mehreren internationalen, prospektiv randomisiert angelegten Studien belegt. „Mit ihr haben wir eine neue Möglichkeit, gerade den schwerstbetroffenen Patienten erheblich zu helfen,“ zeigte sich Prof. Weber überzeugt.