Akute Rhinosinusitis
Bionorica SE

Evidenzbasierte Phytotherapie statt Antibiotika

Evidenzbasierte Phytotherapie statt Antibiotika
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Bei einer unkomplizierten akuten Rhinosinusitis (ARS) empfiehlt die entsprechende S2k-Leitlinie eine symptomorientierte Behandlung, etwa mit dem Phytotherapeutikum Sinupret® extract. Auf nicht-indizierte Antibiotika sollte dagegen auch zur Sommerzeit verzichtet werden.

Kalte Füße an kühlen Sommertagen: mehr ist nicht nötig, und der Körper kühlt aus und vermindert so die Durchblutung der Schleimhäute in den Atemwegen. Jetzt können sich Krankheitserreger beim Einatmen leicht durch die Nase einschleichen und das Epithel infizieren. Die Folge: Die Nase läuft und verstopft. Aus einem anfänglich harmlosen Schnupfen kann dann schnell eine Rhinosinusitis entstehen. Die entsprechende S2k-Leitlinie empfiehlt bei einer unkomplizierten akuten Rhinosinusitis (ARS) eine symptomorientierte Behandlung, etwa mit dem Phytotherapeutikum Sinupret® extract. Auf nicht-indizierte Antibiotika sollte dagegen auch zur Sommerzeit verzichtet werden.

Einsatz von Phytotherapeutika ist leitliniengerecht

Die aktuelle S2k-Leitlinie „Rhinosinusitis“ spricht für das Phytotherapeutikum BNO 1016 eine konkrete Empfehlung aus, die mit starkem Konsens von 6/6 Zustimmungen verabschiedet wurde: „Empfehlung: Eine Behandlung der ARS mit einem patentierten (Misch-) Extrakt (BNO 1016) … kann empfohlen werden.“1. Zusätzlich zur evidenzbasierten Phytotherapie empfiehlt die Leitlinie zur symptomatischen Behandlung bei ARS lokale Anwendungen mit physiologischer Kochsalz-Lösung, die Inhalation heißer Dämpfe (38–42 °C), Dekongestiva (kurzfristig) sowie Analgetika. Nicht empfohlen werden dagegen chemisch-synthetische Komplexmittel. Antibiotika sollten nur in Ausnahmefällen bei Patienten mit besonderen Risikofaktoren zum Einsatz kommen.

Resistenzbildung durch erhöhten Einsatz von Antibiotika

Resistenzen gegen Antibiotika haben sich insgesamt zu einem ernsten globalen Gesundheitsproblem entwickelt. Sollte sich die Resistenzsituation in der Zukunft weiterentwickeln wie bisher, so könnten bis zum Jahr 2050 jährlich etwa 10 Millionen Menschen an den Folgen von Infektionen mit resistenten Mikroorganismen versterben2. Hauptgrund für die zunehmenden Antibiotikaresistenzen ist ein übermäßiger Gebrauch von Antibiotika – sowohl in der Tierzucht, aber auch in der Humanmedizin. Allein in Deutschland werden pro Jahr 700–800 Tonnen an Antibiotika in der Humanmedizin verbraucht3. Etwa 85 Prozent werden im ambulanten Bereich verschrieben, und entfallen zu etwa zwei Dritteln auf Hausärzte, hausärztliche Internisten und Kinderärzte4. Die Autoren des DAK-Antibiotikareports schätzten bereits 2014, dass knapp 30 Prozent aller Verordnungen unnötig und nicht leitliniengetreu erfolgten4.

Infektionen der oberen Atemwege sind in mehr als 90% der Fälle viraler Genese. Obwohl Antibiotika in der Primärtherapie der ARS nicht indiziert sind, werden sie dennoch viel zu häufig verordnet. Mit Kampagnen wie „Klug entscheiden“ und entsprechenden Empfehlungen wird gerade bei der ARS der Verzicht auf unnötigen Antibiotikaeinsatz gefordert5.

Fünf-Pflanzen-Kombination auf Extraktbasis

BNO 1016 (Sinupret® extract) enthält die bewährte Fünf-Pflanzen-Kombination von Sinupret® forte in vierfach konzentrierter* Form. Es wirkt dank der enthaltenen Bioflavonoide sekretolytisch und antientzündlich (6,7) und richtet sich somit sowohl gegen die Symptome als auch gegen die Ursache der Beschwerden: der festsitzende Schleim wird gelöst und die entzündeten Schleimhäute schwellen ab.

Gute Evidenzbasis für BNO 1016

Die Leitlinienempfehlung von Sinupret® extract basiert auf klinischen Studien mit hohen wissenschaftlichen Standards. Im Vergleich zu Placebo reduzierten sich unter Therapie mit Sinupret® extract die ARS-Symptome signifikant und klinisch relevant8,9. Insbesondere das Symptom sinugener Kopfschmerz wies an Tag 7 gegenüber Placebo einen Genesungsvorsprung von 2 Tagen auf9. Sowohl Ärzte als auch Patienten beurteilten dabei die Verträglichkeit von BNO 1016 mit gut bzw. sehr gut8

Fazit

Mit Sinupret® extract steht eine evidenzbasierte und leitliniengerechte Therapie bei akuter Rhinosinusitis zur Verfügung. Dank seiner sekretolytischen und antiinflammatorischen Wirkeigenschaften erfüllt die Fünf-Pflanzen-Kombination auf Extraktbasis die wichtigsten Ziele der Rhinosinusitis-Therapie und leistet damit einen maßgeblichen Beitrag zur Vermeidung von Antibiotikaresistenzen.

* Eine 4-fache Konzentration ist nicht gleichzusetzen mit der 4-fachen Wirksamkeit. Die 4-fache Konzentration bezieht sich auf Ø 720 mg eingesetzte Pflanzenmischung in Sinupret® extract (entspricht 160 mg Trockenextrakt) im Vergleich zu 156 mg Pflanzenmischung in Sinupret® forte, bzw. auf die die sekretolytische bzw. antientzündliche Eigenschaft mitbestimmenden Bioflavonoide.

Literatur

1S2k-Leitlinie „Leitlinie Rhinosinusitis – Langfassung“ (2017): www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/017-049.html (Zugriff: 02.04.2019).
2The Review on Antimicrobial Resistance. (2016), amr-review.org/sites/default/files/160525_Final%20paperwith%20cover.pdf (Zugriff: 02.04.2019)
3GERMAP 2015 – Antibiotikaresistenz und -Verbrauch. Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit & Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.V. (Hrsg.).
4DAK Antibiotikareport 2014, www.dak.de/dak/download/antibiotika-report-2014-1486100.pdf (Zugriff: 02.04.2019).
5Jung N. (2016), Dtsch Arztebl; 113(13): A-608 / B-514 / C-510.
6Kreindler J. L. et al. (2012), American Journal of Rhinology & Allergy 26(6): 439-443.
7Rossi A. et al. (2012), Fitoterapia 83(4): 715-720.
8Jund R. et al. (2012), Rhinology:50(4): 417-426.
9Bachert C. et al. (2013), Poster beim Kongress der Dt. Ges. f. Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chir., Bonn 8.–12. Mai 2013.