Auftaktpressekonferenz in Berlin

DGIM 2020 – Was sind die digitalen Meilensteine?

DGIM 2020 – Was sind die digitalen Meilensteine?
© Reinhart

Auf dem Jahreskongress 2016 werden mehrere Sitzungen und eine Podiumsdiskussion zur digitalen Medizin angeboten. Eine Sitzung wird sich mit dem Einsatz von Computerprogrammen in der Diagnosefindung und mit der Vermeidung von Arzneimittelinteraktionen beschäftigen. Schließlich werden aber auch Aspekte der Datensicherheit und ethische Aspekte diskutiert.

"Gegenwärtig erleben wir eine dramatisch schnelle Weiterentwicklung der Informationstechnologie in der Medizin", sagte Professor Dr. med. Gerd Hasenfuß, Vorsitzender der DGIM, Vorsitzender des
Herzforschungszentrums Göttingen, Direktor der Klinik für Kardiologie und Pneumologie,
Universitätsmedizin Göttingen Berlin. Dies gelte für die verschiedensten dazugehörigen Bereiche wie die Datenspeicherung, die Datenverarbeitung, aber auch die mobile Informationstechnologie. Vor zehn Jahren gab es noch kein Smartphone, heute gibt es weit über 100.000 Gesundheits-Apps.

Apple, Google und die sozialen  Netzwerke haben den Gesundheitsmarkt entdeckt und scheuen keine Mittel, diesen erfolgreich für sich zu erobern. Nachvollziehbar, dass bereits spekuliert werde, man könnte mit Mobile Health das Problem des Ärztemangels auf dem Lande lösen und mit Robotics den Pflegemangel in den Griff bekommen.

DGIM bringt eigene Fitness-App auf den Markt

Die DGIM erkennt das Risiko, aber insbesondere die Möglichkeiten der „Revolution“ in der Informationstechnologie für die Medizin. Im Hinblick auf die digitale Medizin sind die Meilensteine der DGIM: Information, Fortbildung, Schulung, Sensibilisierung, Training. "Die DGIM informiert über die Möglichkeiten und die rasante Entwicklung der kontinuierlichen Medizin mit Smartphone und Smartwatch-Technologie. Anstatt den Blutzucker zweimal in der Woche beim Arzt messen zu lassen, wird in Zukunft diese Information kontinuierlich vorhanden sein. Ähnliches gilt für Blutdruck, Puls und viele andere Parameter mit der modernen Sensorik", so Hasenfuß. Die DGIM will ebenfalls Forschungsprojekte zu diesem Thema anregen. Fortbildung wird von der DGIM immer mehr digital gestaltet, so bietet sie die e.Akademie an, Apps für Leitlinien und natürlich die Online-Kongressinformation.

Die DGIM will über den Gebrauch von digitalen Diagnoseprogrammen und die digitalen Programme zur Erkennung von Arzneimittelinteraktion schulen. Durch ihre Maßnahmen will die DGIM sensibilisieren sowie die Ärzteschaft informieren und interessieren für die digitalen Möglichkeiten. Schlussendlich wird zum Jahreskongress vom 9. bis 12. April 2016 die DGIM selbst eine Fitness-App für ihre Ärzte auf
den Markt bringen, kündigte Hasenfuß an.