Pharmakotherapie bei Leberinsuffizienz

Das hepato-renale Syndrom (HRS) ist eine ernsthafte Komplikation bei Patienten mit fortgeschrittener Lebererkrankung, welches auf eine sehr schlechte Prognose hindeutet. In den letzten zehn Jahren wurden wirksame Behandlungsstrategien in die klinische Praxis eingeführt, die im Vortrag erläutert werden.

Es gibt nur wenige Leitlinien für die Behandlung der hepatischen Enzephalopathie (HE). Das nichtresorbierbare Disaccharid, Lactulose, gilt als Therapie der ersten Wahl. Das halbsynthetische, nicht systemisch wirksame Antibiotikum Rifaximin verringert die bakterielle Produktion und Absorption von Ammoniak durch Veränderung der Magen-Darm-Flora und wird fast unverändert im Stuhl ausgeschieden.  Es verbessert die HE bei signifikant reduzierten Nebenwirkungen gegenüber Lactulose.

Referentin war Prof. Dr. med. Elke Roeb, Gastroenterologie, Medizinische Klinik II, Zentrum für Innere Medizin, UKGM, Gießen.

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