Koronare Herzkrankheit

Wirksamer Kombi-Schutz für Herzpatienten

Wirksamer Kombi-Schutz für Herzpatienten
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Bei Patienten mit symptomatischer koronarer Herzkrankheit (KHK) senkt Ivabradin in Kombination mit einem Betablocker effektiv die Herzfrequenz und erhöht so die kardiale Belastbarkeit. Zudem reduziert die Kombinationstherapie die kardiovaskuläre Ereignisrate.

Eine erhöhte Herzfrequenz ist ein unabhängiger kardiovaskulärer Risikofaktor und fördert unter anderem myokardiale Ischämien. Daher empfiehlt die Leitlinie der European Society of Cardiology (ESC) für die Behandlung der KHK einen Ruhepuls von höchstens 60 Schlägen/Minute. Doch bei vielen Patienten mit symptomatischer KHK reichen Betablocker als die am häufigsten eingesetzten Medikamente zur Herzfrequenzreduktion nicht aus, um den Puls dauerhaft in diesen Zielbereich zu senken.

Ergebnisse mehrere Studien

Die Kombination aus Betablocker und Ivabradin (Handelsname: Procoralan) kann die Angina-Pectoris-Beschwerden effektiv reduzieren und die kardiale Belastbarkeit im Vergleich zu einer Betablocker-Monotherapie deutlich erhöhen. Das zeigen mehrere große placebokontrollierte Studien der Kombinationstherapie bei KHK-Patienten.

Durch eine Reduktion der Herzfrequenz ökonomisiert der If-Kanal-Hemmer Ivabradin die Herzarbeit und verlängert die diastolische Relaxation. Gleichzeitig wird der myokardiale Sauerstoffverbrauch reduziert, ohne andere kardiale Funktionen zu beeinträchtigen.

In der placebokontrollierten doppelblinden und randomisierten ASSOCIATE-Studie mit 889 Patienten, die stabile Angina Pectoris und KHK sowie eine Herzfrequenz von mehr als 60 Schlägen/Minute aufwiesen, konnte die Kombination aus Betablocker und Ivabradin Angina-Pectoris-Beschwerden bereits nach zwei Monaten effektiv reduzieren. Dabei ist die Betablocker-Ivabradin Kombination einer Aufdosierung des Betablockers überlegen, sowohl hinsichtlich der kardialen Belastungsfähigkeit als auch der Leistungsfähigkeit der KHK-Patienten im Alltag.

Weniger Beschwerden

Als von Beginn an effektiv zeigte sich Ivabradin in Kombination mit einem Betablocker in der ADDITIONS-Studie mit 2330 stabilen, symptomatischen KHK-Patienten. Ivabradin wurde meist dann verabreicht, wenn Betablockade allein die Herzfrequenz nicht ausreichend reduzieren konnte – mit großem Erfolg: Bereits nach einem Monat konnte der Pulsschlag im Schnitt von 85 Schlägen/Minute auf 71, nach vier Monaten auf 66 gesenkt werden. Besonders ausgeprägt war die Wirkung bei Patienten mit einer Herzfrequenz von mehr als 70 Schlägen/Minute zu Studienbeginn. Ebenfalls innerhalb des ersten Behandlungsmonats nahmen die Angina-Pectoris-Beschwerden und der Gebrauch kurz wirksamer Nitrate signifikant ab und die Patienten gewannen deutlich an Lebensqualität. Auch langfristig profitierten die Patienten, unabhängig von ihrer linksventrikulären Funktion, von der Kombinationstherapie, denn die Behandlungseffekte hielten über ein Jahr lang an.

Prognostischer Schutz

Insgesamt stuften 87 Prozent der an der Studie teilnehmenden Ärzte die Wirksamkeit der Kombination von Betablocker und Ivabradin im Praxisalltag und 99 Prozent deren Verträglichkeit als sehr gut oder gut ein.

Symptomatische KHK-Patienten profitieren prognostisch von einer frühzeitig eingeleiteten Kombinationstherapie mit Betablocker und Ivabradin, durch eine Reduzierung kardiovaskulärer Ereignisse und Krankenhauseinweisungen aufgrund von Myokardinfarkten. Eine erhöhte Herzfrequenz von mehr als 70 Schlägen pro Minute gilt als Risikofaktor für kardiovaskulären Tod, stationäre Einweisung wegen Myokardinfarkts und koronare Revaskularisierung. Bei Patienten mit derart erhöhter Herzfrequenz konnte der frühzeitige Einsatz von Ivabradin stationäre Einweisungen aufgrund von Myokardinfarkten um 73 Prozent und koronare Revaskularisationen um 59 Prozent reduzieren.

Auch Patienten mit stabiler KHK, von denen zwei Drittel trotz Beta‧blockade eine höhere Herzfrequenz von mehr als 60 Schlägen/Minute aufweisen, haben ein deutlich erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse. Ob mit Ivabradin auch die Eventraten dieser Patienten reduziert werden, wird die internationale placebokontrollierte SIGNIfY-Studie mit mehr als 19 000 Patienten zeigen.

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