Komplexe Interaktionen der „Brain-Gut-Achse“

Komplexe Interaktionen der „Brain-Gut-Achse“
Abb. 1: Stress kann verschiedenste Raktionen im Magen-Darm-Trakt triggern.
Stengel A, Taché Y.

WIESBADEN – Daran, dass Stress als Trigger funktioneller Magen-Darm-Erkrankungen fungiert, be‧steht kein Zweifel. Gut durch wissenschaftliche Studien untermauert ist der klinisch zu beobachtende Zusammenhang bislang jedoch nicht.

Sowohl akuter als auch chronischer Stress aktiviert Nervenzellen im Hypothalamus und Hirnstamm, was die Ausschüttung von Neurotransmittern zur Folge hat, die über die sogenannte „Darm-Hirn-Achse“ Funktionen im Gastrointestinaltrakt beeinflussen. Es können zum Beispiel eine veränderte Darmmotiliät und eine erhöhte Defäkationsrate sowie eine viszerale Hypersensitivität resultieren mit Beschwerden, wie sie häufig von Patienten mit Reizdarmsyndrom (RDS) beschrieben werden. Die Interaktionen können ferner zu einer gesteigerten intestinalen Permeabilität führen und damit zur bakteriellen Translokation vom Darmlumen in die Darmwand (1), berichtete Dr. med. Miriam Stengel, Berlin, bei einem vom Unternehmen Heel initiierten Symposium „Brain-Gut-Achse und Bauchhirn – zwischen Autonomie und Manipulation“.

Klarer Zusammenhang, begrenzte Evidenz

Die Assoziation von Stress und funktionellen Magen-Darm-Beschwerden hat bereits Niederschlag in der S3-Leitlinie Reizdarmsyndrom (2) gefunden, in der laut Prof. Dr. Paul Enck, Tübingen, mit mehreren Statements auf den Zusammenhang hingewiesen wird. Die Evidenz ist jedoch nicht sehr ausgeprägt, es fehlt noch an wissenschaftlich fundierten Studien zu den Auswirkungen von Stressbelastungen auf das RDS. „Es gibt ohne Zweifel psychosoziale Bezüge, die Belege dafür sind aber noch nicht eindeutig“, so Enck. So liegen nur drei prospektive Studien vor, die für einen Zusammenhang der Symptomatik mit Stressoren bei rund 50 Prozent der RDS-Patienten sprechen.
Behandelt werden sollte beim RDS nach Enck entsprechend den vorherrschenden Beschwerden. Spielen Stressbelastungen dabei eine Rolle, so kann auch die Therapie mit einem natürlichen Arzneimittel wie Neurexan® hilfreich sein, das eine beruhigende und entspannende Wirkung vermittelt und die normale Stressbewältigung unterstützt.


1    Stengel A, Taché Y. Exp Biol Med (Maywood). 2010 Oct; 235 (10): 1168–78
2    Layer P et al. Z Gastroenterol 2011; 49: 237–293


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