Jetzt gegen Grippe impfen!

Influenza-Schutz bei Kindern und Jugendlichen

Influenza-Schutz bei Kindern und Jugendlichen
Influenza-Infektionen werden unterschätzt.
Foto: AstraZeneca

Im deutschen Versorgungsalltag zeigen sich extrem niedrige Influenza-Impfquoten bei Kindern und Jugendlichen (1). Dabei birgt die Influenza gerade in dieser jungen Zielgruppe ein hohes Risiko.

„Kinder haben keine oder nur eine geringe Grundimmunität und verbreiten das Virus in Kindergärten und Schulen. Von dort tragen sie es in die Familien“, erklärte Professor Markus Knuf, Dr. Horst Schmidt Kliniken GmbH, Wiesbaden, im Rahmen einer AstraZeneca-Pressekonferenz auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) in Leipzig.

In dieser Impfsaison ist erstmals das nasale Impfspray Fluenz mit B-Komplettschutz in Deutschland verfügbar. FluenzTM Tetra schließt damit die bisher vorhandene Lücke der trivalenten Impfoptionen und schützt bestmöglich vor einer Influenza-Infektion. FluenzTM Tetra ist ab sofort und pünktlich zur Impfsaison 2014/15 im deutschen Markt verfügbar.

Influenza wird von den zwei Influenza-Virusarten A und B verursacht. Rund 30 Prozent der Grippe-Infektionen werden durch Influenza-B-Stämme hervorgerufen (2). Da in den letzten Jahren meist beide B-Stämme in der Grippesaison zirkulieren, empfiehlt die WHO tetravalente Impfstoffe mit beiden B-Stämmen. Bisher gab es jedoch keinen Lebendimpfstoff, der sich neben den beiden Influenza-A-Stämmen auch gegen beide Influenza-B-Stämme richtet. Durch diese neue Option erhoffen sich Experten eine Erhöhung der Impfquoten. „Im Gegensatz zum Totimpfstoff, der vorwiegend systemisch schützt, baut der nasale Lebendimpfstoff FluenzTM Tetra zusätzlich eine mukosale Immunität auf und bietet damit einen deutlichen Mehrwert für den Impfling“, so Professor Ulrich Baumann von der Medizinischen Hochschule Hannover. FluenzTM Tetra ist ab sofort neben 10er-Packungen auch in Einzeldosen verfügbar. Zugelassen ist der tetravalente attenuierte Lebendimpfstoff (LAIV) für Kinder und Jugendliche von 2 bis einschließlich 17 Jahren.

Hohe Infektionsrate – niedrige Impfquote

Kinder spielen eine große Rolle bei der Ausbreitung von Grippeviren. Sie stecken sich gegenseitig in Schule oder Kindergarten an und tragen das Virus mit nach Hause. Der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Dr. Wolfram Hartmann, unterstreicht die Notwendigkeit, mindestens die Kinder mit Grunderkrankungen mit dem bestmöglichen Grippeschutz zu versorgen: „Dazu müssen aber die Impfraten deutlich steigen und die zielgruppen-geeigneten Impfstoffe von den Kassen problemlos erstattet werden.Um das zu erreichen, wäre eine Ausweitung der offiziellen Impfempfehlungen ein wichtiger Schritt.“

Die Ergebnisse des von AstraZeneca initiierten „Influenzaschutz für Kinder-Reports“ (ISK-Report) zeigen deutlich, dass Deutschland einen besseren Grippeimpfschutz für alle Kinder und Jugendlichen braucht. Denn die Schutzimpfung stellt die wichtigste Präventionsmaßnahme für das Wohl des einzelnen Kindes dar und verhindert effektiv eine Ausbreitung der Infektion. Doch selbst chronisch kranke Kinder haben in Deutschland trotz STIKO-Empfehlung nur eine Durchimpfungsrate von etwas mehr als 15 Prozent (3). Professor Markus Knuf: „Der wichtigste Schutz vor einer Influenza und deren weiterer Ausbreitung in der Bevölkerung ist die Impfung. Mit dem tetravalenten nasalen Grippeimpfstoff steht uns Ärzten nun ein wertvoller Komplettschutz zur Verfügung, der sogar schmerzfrei zu applizieren ist.“

Komplikationen vermeiden

Oftmals werden Influenza-Infektionen unterschätzt. Dabei leiden Kinder unter der Erkrankung mehr als andere Altersgruppen. „Im Allgemeinen beginnt die Grippe schlagartig mit hohem Fieber und schwerem Krankheitsgefühl. Der Leidensdruck, gerade bei den kleinen Kindern, ist sehr hoch“, so Professor Ulrich Baumann. Die Erkrankungsrate bei Klein- und Schulkindern liegt je nach Ausprägung der Grippewelle bei 20 bis 30 Prozent (4) - teilweise mit schweren Verläufen.

Und dies betrifft nicht nur Kinder mit chronischen Erkrankungen, denn ca. 50 Prozent der Kinder, die auf der Intensivstation behandelt werden müssen, sind gesunde Kinder ohne Vorerkrankung. „Influenza-Viren sind eine der häufigsten Ursachen für schwere Atemwegsinfektionen im Kindesalter. Hinzu kommen häufig Komplikationen wie Pneumonie, Myokarditis und Encephalitis”, erläuterte Professor Ulrich Baumann. „Grippe bereitet auch den Weg für bakteriell verursachte Komplikationen wie Lungen- oder Mittelohrentzündungen.“

Mit freundlicher Unterstützung von AstraZeneca.

Quellen:

1) IMS Health Vaccine Analyzer 2013.
2) Arbeitsgemeinschaft Influenza des Robert-Koch-Instituts, Saisonberichte 2008-2013.
3) Riens B, Mangiapane S, Erhard M, von Stillfried D. Versorgungsatlas: Analyse regionaler Unterschiede der Influenza-Impfraten in der Impfsaison 2007/2008, 2012.
4) WHO: Weekly Epidemiological Record 2012; 47 (23 Nov) 461-476.