AstraZeneca GmbH

Die AstraZeneca GmbH in Wedel/Schleswig-Holstein ist die deutsche Tochtergesellschaft des britisch-schwedischen Pharmaunternehmens AstraZeneca PLC, London. AstraZeneca gehört mit einem Konzernumsatz von 25 Milliarden US-Dollar in 2013 weltweit zu den führenden Unternehmen der forschenden Arzneimittelindustrie. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt innovative Arzneimittel zur Behandlung von Krankheiten im Bereich Herz-Kreislauf und Diabetes, der Onkologie, der gastrointestinalen und Atemwegserkrankungen sowie für die Behandlung von Schmerz- und Infektionskrankheiten.

Für jedes Kind der optimale Impfstoff
Anspruch und Wirklichkeit

Für jedes Kind der optimale Impfstoff 

Weltweit erkranken jedes Jahr 20 bis 30 Prozent aller Kinder an einer Influenza. Gründe hierfür sind das noch nicht voll entwickelte Immunsystem – aber auch die hohe Ansteckungsgefahr durch die vielen Kontakte mit anderen Kindern in Kindergärten und Schulen. Von dort wird das Virus in die Familien getragen und kann sich weiter verbreiten.

Die  Prävention der Influenza im Kindes- und Jugendalter ist demnach äußerst wichtig, ein Schutz möglichst aller Kinder sinnvoll. Allerdings wird eine Grippeschutzimpfung in Deutschland laut Ständiger Impfkommission (STIKO) nur  für Kinder „die infolge eines Grundleidens eine erhöhte gesundheitliche Gefährdung durch eine Influenza-Infektion aufweisen“ erstattet. 

Doch die Grippe ist auch für Kinder ohne Vorerkrankungen mit einer hohen Krankheitslast verbunden. Laut aktueller Daten des Robert-Koch-Institutes ist die Hälfte aller jährlich mit Grippe ins Krankenhaus eingewiesenen Kinder ohne Vorerkrankungen, also eigentlich gesund.

Es gibt unter den für Kinder geeigneten Grippe-Impfstoffen zudem große Unterschiede, vor allem was die Wirksamkeit, speziell in den unterschiedlichen Altersgruppen, anbelangt. 

Dies macht eigentlich eine individuelle Auswahl der Impfstoffe erforderlich. Doch seit 2012 gibt es in vielen Bundesländern auch für Grippe-Impfstoffe Exklusiv-Verträge. Diese müssen vom Arzt eingesetzt werden – es sei denn, er empfiehlt für das Kind einen anderen Impfstoff, welcher dann von den Eltern meist privat bezahlt werden muss (im Rahmen individueller Gesundheitsleistungen (IGeL)). Dies führte zu einer starken Verunsicherung der Eltern, verbunden mit einem deutlich spürbaren Rückgang an Impfungen. 

Fazit: Der Kinder- und Jugendarzt benötigt viel Zeit, um den Eltern die Wichtigkeit einer Grippe-Schutzimpfung zu erklären – denn noch viel zu oft wird die Influenza mit banalen Erkältungen verwechselt, die hohe Krankheitslast einer kindlichen Grippe unterschätzt. Wenn dann darüber hinaus die politischen Rahmenbedingungen nicht stimmen, ist eine effektive Impfprävention hier nicht möglich. Eine Grippe-Schutz-Empfehlung für alle Kinder wäre hier der richtige Schritt, damit sowohl die zielgruppengerechte Impfstoffauswahl durch den impfenden Arzt gewährleistet sein kann wie auch die zugesicherte Erstattung für diesen Impfstoff. 

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