AstraZeneca GmbH

Die AstraZeneca GmbH in Wedel/Schleswig-Holstein ist die deutsche Tochtergesellschaft des britisch-schwedischen Pharmaunternehmens AstraZeneca PLC, London. AstraZeneca gehört mit einem Konzernumsatz von 25 Milliarden US-Dollar in 2013 weltweit zu den führenden Unternehmen der forschenden Arzneimittelindustrie. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt innovative Arzneimittel zur Behandlung von Krankheiten im Bereich Herz-Kreislauf und Diabetes, der Onkologie, der gastrointestinalen und Atemwegserkrankungen sowie für die Behandlung von Schmerz- und Infektionskrankheiten.

Grippe-Impfempfehlung für Kinder
Update

Notwendigkeit einer generellen Grippe-Impfempfehlung für Kinder

Die Sächsische Impfkommission (SIKO) empfiehlt bereits seit dem 1. Januar 2010 die Influenzaimpfung für alle Kinder (ab vollendetem 6. Lebensmonat), Jugendlichen und Erwachsenen (1). In der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) vom Juli 2013 heißt es nach wie vor: “... im Kindes- und Jugendalter nur diejenigen gegen Influenza zu impfen, die infolge eines Grundleidens eine erhöhte gesundheitliche Gefährdung durch eine Influenza-Infektion aufweisen, bleibt weiter bestehen“.

Der Freistaat Sachsen nimmt hier also eine Vorreiterrolle innerhalb Deutschlands ein. Dabei gibt es sehr überzeugende Gründe für eine allgemeine Impfempfehlung bei Kindern. Sie werden in Fachkreisen als das „Feuer der Influenza“ bezeichnet: Kinder verbreiten die Viren überall aufgrund ihrer vielen sozialen Kontakte, infizieren sich untereinander, stecken Erwachsene an. Gründe für eine generelle Influenza-Impfempfehlung sind

  • Verbesserung der Impfquoten 
  • Senkung der Erkrankungsfälle bei Kindern 
  • Senkung der Krankheitslast bei gesunden Kindern sowie bei Risikokindern: 50% der Influenza-assoziierten Hospitalisierungen betreffen Nicht-Risikokinder
  • Aufbau einer Herden-Immunität
  • Verminderung eines Epidemie-Risikos 

Sogar die WHO empfiehlt in ihrem Positionspapier von November 2012, neben den Risikogruppen bei Erwachsenen auch alle Kinder im Alter von 6 Monaten bis zum vollendeten 5. Lebensjahr zu impfen (2).  Zudem sollten Kinder ab 24 Monate mit dem neuen LAIV-Impfstoff (intranasale lebend-attenuierte Influenza-Vakzine) geimpft werden, da sich der Impfstoff durch eine hohe Wirksamkeit in dieser Altersgruppe auszeichnet).

Im Jahr 2012 beschloss Großbritannien die Ausweitung der Impfempfehlung gegen Influenza auf alle Kinder im Alter von 2 bis 17 Jahren (3), das amerikanische „Advisory Committee on Immunization Practices“ folgte im Januar 2013  mit einer jährlichen Routineimpfung aller Personen ab dem Alter von 6 Monaten (4). 

Eine vergleichbare weitreichende nationale Impfempfehlung und eine entsprechende bundesweit einheitliche Umsetzung fehlen in Deutschland bisher und immer mehr regionale Einzellösungen kommen auf. So empfiehlt beispielsweise die Ärztekammer Niedersachsen seit April 2013 die Grippe-Impfung für alle Kinder. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein hat seit Oktober 2012 eine Vereinbarung mit verschiedenen Krankenkassen zur Übernahme der Influenza-Impfung für alle Versicherten ohne Altersbegrenzung und ohne Indikation der STIKO.

Fazit: Eine entsprechende national einheitlich umgesetzte Empfehlung der STIKO würde die administrative Belastung für den impfenden Arzt und die Unsicherheit bei Eltern immens senken – und damit die wichtigste Voraussetzung schaffen, damit in Deutschland die Grippe-Impfquoten künftig steigen.